Gewinnung multispezifischer Antikörper zu Immunaffinitätschromatographie von Penicillinrückständen

, M. Petz
Bergische Universität GH Wuppertal,
Fachbereich 9 - Lebensmittelchemie

Die Identifizierung und Bestimmung von Tierarzneimittelrückständen mittels physikalisch-chemischer Methoden gelingt meist nur nach äußerst aufwendigem clean up des Rohextraktes. Der Ersatz klassischer Reinigungstechniken durch einen immunaffinitätschromatographischen Schritt (IAC) erlaubt enorme Einsparungen an Zeit, Arbeitsaufwand und organischen Lösungsmitteln.
Für die Herstellung von IAC-Säulen benötigt man Antikörper, die möglichst auf alle Mitglieder einer Wirkstofffamilie reagieren, damit die Verknüpfung mit einer Multimethode möglich wird. - Für das Beispiel der Penicilline wird die Synthese eines Immunogens zur Gewinnung multispezifischer Antikörper gezeigt. Als antigene Determinante diente die Grundstruktur der Penicilline, die 6-Aminopenicillansäure, die über einen Spacer an ein Trägerprotein (KLH = keyhole limpet hemocyanin bzw. Ovalbumin) gekoppelt wurde. Nach der Immunisierung von Kaninchen und Legehennen ließen sich in den Kaninchenseren und den Eidottern Antikörper nachweisen, die hohe Kreuzreaktivitäten zu Benzylpenicillin, Phenoxymethylpenicillin, Ampicillin, Amoxicillin, Oxacilin, Cloxacillin und Dicloxacillin aufwiesen. Cephalosporine sowie ein Penicillin-Derivat mit geöffnetem beta-Lactamring wurden von den Antikörpern dagegen nicht erkannt.
Im Immunisierungsverlauf der Legehennen zeigten sich einige Besonderheiten bezüglich der Entwicklung des Antikörpertiters und der Kreuzreaktivitäten sowie der Antikörperstabilität [1, 2].


Literatur

[1] de Leuw P (1996) Dissertation Univ. Wuppertal
[2] de Leuw P, Kapa, G, Petz M, Schreurs FJS, Kan CA. J. AOAC Int. (1997) 80:1220


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© Mai1997
Peter de Leuw PdL, , letzte Aktualisierung: 09.12.2010

http://www.pdeleuw.de/diss/postabstr.html - ausgedruckt am 16.10.2021